Warum nennen Sie Ihre Kurse "Challenges"? Wörtlich übersetzt hieße das Herausforderungen... Können Sie mir erklären, wozu diese denglische Sprachverhunzung gut sein soll? Und sind Ihre Online-Lektionen ebenso in solch einem Kauderwelsch geschrieben?
Gute Frage: Wenn ich ehrlich bin, habe ich da gar nicht darüber nachgedacht. Weil für mich die englische Sprache oder zumindest einige Teile davon, schon ganz selbstverständlich zu meinem Sprachschatz gehören. Damit bin ich nicht alleine. Stellen Sie doch mal die folgenden Suchanfragen bei Google: Herausforderung für digitale zukunft challenge für digitale zukunft Challenge liefert bessere Treffer. Bei Herausforderungen kommen eher intellektuelle Artikel, aber keine Challenges. Ich denke mal, wenn sich jemand an dem Wort “Challenges” stört und sich deshalb der Herausforderung nicht stellt, dann benutzt er das wohl als Vorwand. Oder anders formuliert: Wer etwas will, findet Wege, wer nicht Einwände! Nicht zuletzt braucht alles Neue, erst einmal eine gewisse Anlaufzeit, bis es akzeptiert wird. Ich bin mir sicher, das Wort "Job", ist am Anfang auch skeptisch von vielen Deutschen aufgenommen worden. Mittlerweile wird es ganz selbstverständlich verwendet. Zu Ihrer Frage, ob meine Online-Lektionen ebenso in solch einem Kauderwelsch geschrieben werden: Nein, ich achte darauf möglichst keine Fremdwörter zu benutzen und mich klar auszudrücken.

