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Handwerklich begabt? So lässt sich damit als Jobber Geld verdienen

Wer handwerklich begabt ist, findet online viele Jobs für einen Nebenverdienst. Die häufigsten sind:

  • Streichen bei Auszug
  • Wohnung streichen
  • Kommode abbeizen
  • Wand verputzen
  • Fugen reinigen
  • Waschmaschine anschließen
  • Spülmaschine anschließen
  • Tapeten entfernen
  • Fußleisten anbringen
  • Kinderzimmer streichen
  • Baumhaus bauen
  • Fliesen auswechseln
  • Malen
  • Möbel aufbauen
  • Holz-/ Tischlerarbeiten
  • Laminat verlegen
  • Maurerarbeiten
  • Pflasterarbeiten
  • Sonstige Handwerksarbeiten
  • Wasserhahn tropft
  • Tropfende Toilette
  • Tapezieren (falls Jobs vorhanden, verschieben nach Malen)

Bei der Elektro- und Gas/Wasser-Installation allerdings Vorsicht geboten. Denn hier entstehen bei unsachgemäßer Ausführung schnell Folgeschäden, für die du als Jobber haftbar gemacht werden kannst, daher wollen wir auf diesen Bereich hier detaillierter eingehen.

Das Wichtigste zuerst: Die gesetzlichen Vorgaben

Die Handwerksordnung sieht vor, dass du für den Betrieb einer Sanitär- oder Elektroinstallationsfirma Meister sein musst. Ausnahme: Du hast einen Meister als Betriebsleiter angestellt. Grund dafür sind die sicherheitsrelevanten Arbeiten, die bei der Reparatur anfallen. Für Schönheitsreparaturen gilt diese Beschränkung nicht. Auch wenn du eine mindestens sechsjährige Erfahrung als Geselle besitzt, könnte eine Ausnahme gemacht werden – näheres erfährst du bei der Handwerkskammer. Als selbstständiger Handwerker müsstest du dich nämlich dort in die Handwerksrolle eintragen lassen.

Wenn du keinen Meistertitel besitzt und auch die Voraussetzungen für eine Ausnahmeregelung nicht erfüllst, bleibt dir nur, dich an eine bestehende Firma zu wenden und nach einem Minijob als Angestellter zu fragen. Oder du konzentrierst dich auf Jobs mit ästhetischem Charakter wie Badfliesen legen, Wände streichen, Lampen aufhängen und Ähnliches.  

Ohne Werkzeug und Werkstatt geht gar nichts

Wichtig für den selbstständigen Nebenjob sind zwei Dinge: Du brauchst einen abschließbaren Raum, und du solltest Stück für Stück in wirklich gutes Handwerkszeug investieren. Du hast keinen Keller, in dem du dein Arbeitswerkzeug lagern kannst? Einen günstigen Raum findest du über die Immobilienseiten deiner Heimatzeitung oder du machst einen Aushang beispielsweise in einem Supermarkt.

Gutes Werkzeug hingegen erleichtert dir die Arbeit. Für die einfachen Arbeiten kommst du sicherlich mit einem Standardwerkzeugsatz aus. Wenn sich deine Arbeiten herumgesprochen haben, wirst du wahrscheinlich immer mehr und auch anspruchsvollere Reparaturen übernehmen. Investiere also einen Teil deiner Einkünfte in Qualitätswerkzeug.

Auf sich aufmerksam machen

Wenn du mehr Menschen erreichen willst als nur deine Freunde und Verwandten, wirst du dir ein paar Gedanken über die Werbung machen müssen. Ein Facebook-Account mit zugkräftigem Namen könnte ein Anfang sein. Bitte deine Freunde um ein „Like“, vielleicht räumst du deinen Kunden einen kleinen Rabatt auf die erste Rechnung ein, wenn sie ebenfalls ein „Like“setzen.

Als erstes musst du dir darüber klar werden, wie du den Wert deiner Arbeit einschätzt. Informiere dich, welcher Stundenlohn angemessen sein könnte. Einen Fehler solltest du dabei keinesfalls begehen: Orientiere dich niemals an den Preisen der offiziellen Werkstätten! Weder hast du einen vergleichbaren logistischen Aufwand oder Materialeinsatz, der einen so hohen Preis rechtfertigen würde, noch bietest du als „Privatmann“ die Garantien, die eine Werkstatt mit ihrer Reparatur eingeht, ja eingehen muss.