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So verdienst du Geld als „Virtuelle Assistentin“

Eines der häufigsten Online-Nebenjob-Angebote zielt auf die virtuelle Business-Assistenz. Manch einer wird sich jetzt verdutzt fragen, was virtuelle Assistenten wohl sein mögen. Das hat natürlich nichts mit Hologrammen und Virtual Reality zu tun, sondern ist schlichtweg die Bezeichnung für Assistenten, die nicht bei ihrem Arbeit- oder Auftraggeber vor Ort arbeiten, sondern oft hunderte Kilometer entfernt von ihrem Zuhause aus.

Ablauf der Arbeit

Als virtueller, persönlicher Assistent (VPA) unterstützt du deinen Arbeitgeber in verschiedenen Bereichen. Deine Aufgaben lässt er dir entweder per Mail, telefonisch oder auch über Messengerdienste wie Skype zukommen. Dazu bekommst du eine Aufgabenbeschreibung, einen Abgabetermin und meist auch eine ungefähre Zeitvorgabe, wie lange du für die Aufgabe brauchen darfst. Du bestätigst den Auftrag und erledigst deine Aufgaben. Pünktlich lieferst du die Arbeitsergebnisse in der vom Kunden gewünschten Form wieder ab –ebenfalls per Mail, über einen Onlinespeicher oder wie es der Kunde auch immer bevorzugt.

Typische Aufgaben für VPAs

Das Aufgabenfeld für VPAs bewegt sich zwingend in einem Bereich, der komplett mithilfe des Internets abgewickelt werden kann. Sobald eine interne Abstimmung vor Ort für eine Aufgabe erforderlich wird, ist sie für virtuelle Assistenten häufig nicht machbar. Typische Aufgaben sind beispielsweise:

  • Recherche von Informationen im Internet
  • Planung der Details von Reisen
  • Erledigung von Telefonaten und Terminvereinbarungen
  • schriftliche Korrespondenz
  • Kontrollarbeiten
  • Textarbeiten (z. B. Texterstellung, Lektorat, Übersetzung)
  • Datenerfassung
  • Stammdatenpflege
  • Tätigkeiten im Onlinemarketing (z. B. Pflege von Onlineshops und Blogs, Arbeiten an Grafik und Layout von Websites, Betreuung von Social Media Accounts)
  • Botendienste
  • Buchhaltung
  • Businessplan schreiben
  • Coaching
  • Flyer verteilen
  • PR–Meldung schreiben
  • Recherche-Aufgaben
  • Interviews transkribieren
  • Bilder konvertieren
  • Telefondienste
  • Sonstige Heimarbeit am PC

Notwendiges Fachwissen

Damit du dich in diesem Job wohlfühlst, solltest du eine gewisse Affinität zu Onlinemedien mitbringen und mit dem Computer und dem Internet sehr sicher umgehen können. Zudem können sich Erfahrungen im Assistenzbereich oder in einem kaufmännischen Beruf nur nützlich auswirken. Eine zwingende Voraussetzung sind sie jedoch meist nicht. Entscheidend ist hier, welche Anforderungen der Kunde hat und wie anspruchsvoll seine Aufgaben sind.

Abrechnung: Angestellt oder selbstständig?

In Hinblick auf die Abrechnung gibt es mehrere Varianten. Zu unterscheiden sind:

  • Selbstständigkeit für wechselnde Kunden: Du wirst auf einer selbstständigen Basis für verschiedene Auftraggeber tätig. Du rechnest mit deinen Kunden direkt über eine Rechnung ab,  wobei du entweder Stunden-/Tagessätze realisieren kannst oder die Abrechnung pauschal über Monatspakete laufen lässt.
  • Selbstständigkeit für eine VPA-Agentur: Es gibt am Markt mehrere VPA-Agenturen. Für diese arbeitet eine Vielzahl von Assistenten und die Vermittlung verläuft über einen Mitarbeiter der Agentur. Vorteil: Du hast eine relativ konstante Auslastung. Nachteil: Du kannst gewöhnlich den Preis nicht selbst mitbestimmen. Achtung: Wenn du nur für ein einziges Unternehmen tätig wirst, steht der Verdacht der Scheinselbstständigkeit im Raum – lass das vorab prüfen, um auf der sicheren Seite zu sein.
  • Festanstellung bzw. Minijob: Du lässt dich entweder von einer VPA-Agentur oder von einem Endkunden fest anstellen bzw. dich als Minijobber anmelden. Rechtlich bist du damit auf der sicheren Seite.

Verdienstmöglichkeiten in Heimarbeit

Virtuelle Assistenten haben vor allem mit einem Problem zu kämpfen: Billiger Konkurrenz aus den osteuropäischen Ländern, aus Indien und anderen Regionen. Die Mitarbeiter sprechen teilweise Deutsch, in jedem Fall aber Englisch, und arbeiten oft schon für 5 bis 7 Euro pro Stunde. Selbstverständlich gibt es auch VPAs, die deutlich mehr verdienen. Nützlich sind hier Kontakte zu deutschen Agenturen, die sich bewusst auf deutsche VPAs spezialisiert haben. Alternativ kannst du dich natürlich auch mit einer eigenen Website selbst vermarkten oder dir Kunden in der Nähe deines Wohnorts suchen. Gerade kleinere Unternehmen schätzen die Möglichkeit, auf die Dienste eines Assistenten zurückgreifen zu können, der keinen eigenen Schreibtisch im Betrieb braucht, bei Bedarf aber doch zu einer internen Besprechung oder zur Einarbeitung erscheinen kann.